Jede neue Technologie erfordert bestimmte Regelwerke, damit sie den Menschen nutzt und nicht schadet – plus neutrale Dritte, die darauf achten, dass diese Regeln eingehalten werden. Das galt für die Dampfkessel der industriellen Revolution, die erst durch die Gründung des Technischen Überwachungsvereins vor gut 150 Jahren zu sicheren Arbeitsmitteln wurden. Es gilt heute für das Internet der Dinge, das nur dank Cybersecurity-Maßnahmen nachhaltigen Nutzen bringen kann. Und es gilt künftig in vielleicht noch größerem Ausmaß für Technologien auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI).
Aber lässt sich KI überhaupt regulieren? Kann sie sich in regulatorischen Grenzen kreativ entfalten? Worauf müsste eine sinnvolle Regulierung beruhen? Diese Fragen warf Dr. Karl Obermair, unser Direktor Future Mobility Solutions und Entwicklungschef neuer Mobilitätsdienstleistungen rund um autonomes Fahren, in seinem Vortrag auf der Automobilwoche Konferenz 2025 auf – und gab überraschende Antworten.
Feuer, Maschinen, Internet – mit KI kommt die nächste Disruption
Dabei zog Obermair eine interessante Parallele zur griechischen Mythologie: Prometheus brachte den Menschen das Feuer – im übertragenen Sinne also einen massiven Erkenntnisgewinn wie heute die Künstliche Intelligenz. Die Götter bestraften ihn dafür, indem sie ihn an einen Felsen schmiedeten. Müssen wir auch die KI in Ketten legen?