November 2024

So stellen wir unsere KI-Kompetenz in den Dienst einer sicheren, nachhaltigen und intelligenten Mobilität 

Wir verstehen uns als Wegbereiter einer besseren Mobilität – sicherer, nachhaltiger und intelligenter. Das beinhaltet auch, KI-Anwendungen zielgerichtet einzusetzen, wo sie uns und unsere Kund:innen auf dem Weg zu einer besseren Mobilität unterstützen. Wir möchten weltweit einer der führenden Anbieter für Tests und Zertifizierungen von KI-Anwendungen und -systemen im Mobilitätssektor werden. Schon heute profitieren Kund:innen, Mitarbeiter:innen und Bewerber:innen durch KI-basierte Prozesse und Services von den Vorteilen der Künstlichen Intelligenz. 
KI prägt bereits heute unseren Alltag – kaum ein Smartphone kommt ohne KI-Technologie aus und KI-basierte Chatbots wie ChatGPT oder das beim TÜV Rheinland genutzte TUV GPT beginnen, sich als alltägliche Werkzeuge im Job und im Alltag zu etablieren. Im Mobilitätssektor findet KI in Form von automatisierten Fahrzeugen oder KI-basierten Assistenten direkt im Produkt Anwendung. KI wird aber beispielsweise auch im Einkauf, Marketing oder Finanzbereich und somit in beinahe allen Stufen der Wertschöpfungskette des Mobilitätssektors eingesetzt.  

Mit der Initiierung eines dedizierten KI-Programms positioniert sich unser Geschäftsbereich Mobilität in diesem dynamischen Umfeld strategisch als verlässlicher Partner von Kunden aus der Mobilitätsindustrie und somit als Wegbereiter einer besseren Mobilität: „Unsere KI-Strategie basiert auf drei zentralen Säulen“, erklärt Gunter Bertrand, Leiter Strategie & Globale Projekte des Geschäftsbereichs Mobilität bei TÜV Rheinland. „Erstens möchten wir mit unserer KI-Kompetenz erster Ansprechpartner für Prüfung und Zertifizierung von KI-Anwendungen in der Mobilitätsindustrie werden, um mit Blick auf KI sichere Umgebungen zu schaffen, die internationalen Standards entsprechen.“ Entsprechende Nachfragen aus dem Markt existieren bereits und erste Gespräche mit Automobilherstellern sind schon gestartet. Aktuell gibt es für den Automobilsektor noch kaum spezifische Normen und Standards für die Zertifizierung von KI-Systemen. Ebenso werden KI-spezifische Anforderungen basierend auf dem AI Act der EU erst in den nächsten Jahren Eingang in die für die europäische Typprüfung relevanten Regelwerke finden. Der Geschäftsbereich Mobilität arbeitet dabei aktiv an der Weiterentwicklung entsprechender Anforderungen mit und verfolgt intensiv die Entwicklung der internationalen Normenlandschaft.  
„Wir möchten weltweit einer der führenden Anbieter für Tests und Zertifizierungen von KI-Anwendungen und -Systemen im Mobilitätssektor werden.“ 

Gunter Bertrand
Leiter Strategie & Globale Projekte | Geschäftsbereich Mobilität bei TÜV Rheinland
„Zweitens setzen wir KI-Technologie ein, um interne Prozesse effizienter zu gestalten, und drittens nutzen wir KI in der Dienstleistungserbringung, um beispielsweise die Customer Experience und damit die Zufriedenheit und Loyalität unserer Kund:innen weiter zu verbessern“, sagt Gunter Bertrand. Dabei verfolgt der Geschäftsbereich Mobilität ganz klare Leitlinien: „KI soll niemals als Selbstzweck eingesetzt werden“, unterstreicht Bertrand. „Wir setzen KI nur dann ein, wenn dadurch relevante Kennzahlen, wie etwa die Zufriedenheit unserer Kund:innen und Mitarbeiter:innen oder die Durchlaufzeiten bestimmter Prozesse, positiv beeinflusst werden können.“ 


Kommende Kernkompetenz: Prüfung und Zertifizierung von KI-Anwendungen 

„Unser Ziel ist es, uns als führende Prüf- und Zertifizierungsorganisation für KI-Anwendungen zu positionieren. Dies setzt allerdings voraus, dass entsprechende Standards existieren. Vor diesem Hintergrund sind Expert:innen von TÜV Rheinland auch in Gremien vertreten, die an der Formulierung solcher Vorgaben arbeiten“, betont Gunter Bertrand. Einen wichtigen ersten Rahmen setzt der kürzlich in Kraft getretene AI Act der EU, der Anwendungen in Risikoklassen einordnet. „Bereits bei der Einordnung von KI-Systemen unserer Kunden in die Risikoklassen gemäß dem AI Act können wir unterstützen. Aus den unterschiedlichen Risikoklassen ergeben sich wiederum verschiedene Implikationen. Da Prüfungen von KI-Systemen durch Drittparteien für Hochrisiko-Applikationen ab August 2027 verpflichtend werden, bereiten wir bereits jetzt ein entsprechendes Dienstleistungsportfolio vor“, schließt der Leiter Strategie & Globale Projekte. 
„Wir setzen KI auch bereits in externen Prozessen ein, um das Kundenerlebnis zu verbessern.“ 

Gunter Bertrand
Leiter Strategie & Globale Projekte
Geschäftsbereich Mobilität bei TÜV Rheinland
Interne Anwendungen: Informationen schneller bereitstellen, Abläufe beschleunigen 

Auch intern werden bei TÜV Rheinland bereits KI-Anwendungen eingesetzt; TUV GPT ist eine davon. Der Geschäftsbereich Mobilität setzt KI darüber hinaus gezielt ein, um konkrete Prozesse zu optimieren. Derzeit wird beispielsweise ein KI-gestütztes Tool zur Dokumentenklassifizierung entwickelt. Im Projektgeschäft analysiert das Tool automatisch große Mengen an Dokumenten, die von Kunden bereitgestellt wurden, und stuft diese nach ihrer Relevanz für das Prüfprojekt ein. „Ein solches Tool beinhaltet in der Regel verschiedene KI-Elemente, unter anderem Technologie, die semantische Suchen ermöglicht, oder aber die sogenannte Optical Character Recognition (OCR), wodurch gedruckte oder handgeschriebene Texte automatisch erkannt, digitalisiert und somit maschinell weiterverarbeitet werden können“, erklärt Gunter Bertrand.
Externe Services: viele Mehrwerte für unsere Kund:innen  

Zudem setzen wir KI auch bereits in externen Prozessen ein, um das Kundenerlebnis zu verbessern. Im Rahmen von Schaden- und Wertgutachten hilft KI beispielsweise, teilautomatisiert Schäden an Fahrzeugen und deren Oberfläche zu erkennen. Ein weiteres konkretes Beispiel für den Einsatz von KI im Geschäftsbereich Mobilität ist die voize-App. Seit September 2023 können die Mitarbeiter:innen im Bereich der Hauptuntersuchung die Mängeldokumentation bequem per Spracheingabe erledigen. Durch neue Funktionen können zusätzlich Kilometerstände und Reifendaten automatisch erfasst und abgeglichen werden. „Dies ermöglicht nicht nur eine fehlerfreie Prüfung, sondern spart auch Zeit und verbessert somit auch die Customer Experience unserer Kund:innen“, sagt Ulrich Gellißen, Projektleiter voize-App. 

Die ersten Schritte in diesem dynamischen Feld sind jedenfalls gemacht. Es steht eine spannende Reise bevor, über die wir Sie in unserem Newsletter auf dem Laufenden halten werden. Hier erfahren Sie mehr darüber, welche Fragen auf diesem Weg noch zu beantworten sind und mit welchen Lösungsansätzen sich unsere KI-Expert:innen befassen. Es ist und bleibt spannend – bleiben Sie dran!


Für weitere Informationen zu dem Thema stehen Ihnen unsere Expert:innen jederzeit gerne zur Verfügung! Schreiben Sie uns eine Mail mit dem Betreff „KI-Kompetenz“. 
Das könnte Sie auch interessieren
Innovativer Gutachtenservice: mit einem Klick die Schadenabwicklung starten   

Für eine effiziente Schadenabwicklung kommt es auf kurze Wege, klare Kommunikation und professionelle Partner an. All das finden Sie bei TÜV Rheinland. Jetzt heben wir unseren Kfz-Gutachtenservice auf ein neues Level: mit der digitalen Schadenplattform von Linkki.  
Erstmals harte Fakten: So wirkt sich ein Batteriezertifikat auf Gebrauchtwagenpreise aus  

Der Gebrauchtwagenmarkt für elektrische Pkw ist in der Krise. Wichtigster Grund: Der Zustand der Batterie – mit Abstand teuerstes Einzelbauteil – ließ sich lange nicht zuverlässig belegen. Eine Studie von DAT und TÜV Rheinland bringt jetzt Licht ins Dunkel. Facts und kostenloser Download hier. 
 
Vernetzen Sie sich!
 
© TÜV Rheinland 2026
 
Back to top